Eigene Sauna zu Hause: Das sollten Sie beachten

Wenn wir Deutschland von einer Sauna sprechen, meinen wir zumeist die klassische finnische Sauna. Finnland ist das Land der Saunen, hier ist in fast jedem Privathaushalt eine solche zu finden. In früheren Zeiten erfüllte die Sauna vielfältige Funktionen, sie wurde sogar als bevorzugter Ort für die Geburt von Kindern genutzt. Heute dient sie hauptsächlich zur Entspannung von Körper und Geist und ist in der ganzen Welt verbreitet.

Sauna: selbst bauen oder fertig kaufen?

Eine eigene Sauna bauen, das kann doch jeder! Einfach wie bei einer Gartenhütte ein paar Bretter zusammenschrauben, einen Ofen hineinstellen, fertig! Doch so einfach ist es leider nicht. Es gibt viele Punkte, die hinsichtlich des Baus der Sauna, der technischen Ausstattung, der Isolierung etc. zu beachten sind. In diesem Zusammenhang stellt sich für viele Interessenten die Frage, ob sie ihre Sauna selbst bauen oder fertig kaufen sollen. Die Preise für die beiden genannten Varianten weisen große Unterschiede auf. So gibt es heute beispielsweise vorgefertigte Elementsaunen schon für sehr wenig Geld zu kaufen, zum Beispiel in den großen und bekannten Baumarktketten.

Wer handwerklich nicht die notwendige Erfahrung zur Installation einer Sauna hat, der sollte auf ein Fertigmodell zurückgreifen. Aber auch Eigenbau-Saunen werden heute zumeist als Bausatz mit allen notwenigen Teilen geliefert. Doch Vorsicht: Die Installation der Elektrik sollte hier unbedingt von einem Fachmann vorgenommen werden – allein schon deshalb, weil für den Betrieb einer Sauna in aller Regel ein Starkstromanschluss notwenig ist. Die Kosten hierfür müssen selbstverständlich in die Gesamtkalkulation einbezogen werden.

Dieses Zubehör benötigen Sie für Ihre Heimsauna

Sauna ist gesund, gar keine Frage, doch richtig Spaß macht Saunieren erst mit dem richtigen Saunazubehör. Saunaaufgüsse sind das A und O einer Sauna, jedoch bei weitem nicht alles was der Markt zu bieten hat. Das Angebot ist reichhaltig und auch sehr vielfältig, angefangen von Kissen, Liegen, Matten oder Uhren über Kellen, Thermometer, Lampen bis hin zu Aufgusseimern und vielem mehr. Die Entscheidung für das richtige Saunazubehör wird oft nicht leicht gemacht, da die Auswahl einfach riesengroß ist, dennoch gibt es auch hier Entscheidungshilfen: der eigene Geschmack. Um sich in der eigenen Sauna wohl zu fühlen, muss das jeweilige Ambiente stimmen, wer hier seinen individuellen Stil gefunden hat, dem wird die Frage nach dem richtigen und benötigten Zubehör sicherlich nicht mehr schwer fallen. Zu einem der wichtigsten Utensilien für eine Sauna zählt der Klimamesser, als einzelnes Thermometer oder als komplette Einheit zusammen mit einem Hygrometererhältlich. Nur so lässt sich das richtige Raumklima in der Sauna ermitteln.

Damit der Saunaaufguss richtig seine Wirkung entfalten kann lohnt die Anschaffung eines Aufgusseimers, dieser sorgt für die richtige Verteilung der Aufgüsse. Doch Saunazubehör ist weit mehr als ein Aufgusseimer oder ein Thermometer. Wir stellen Ihnen weitere wichtige Utensilien vor:

Saunahandtuch: Beim Gang in die Sauna darf das Saunahandtuch nicht fehlen. Es nimmt den Schweiß auf und kann zur Körperbedeckung verwendet werden.
Saunabürste: Die Saunabürste ist für Besucher der heißen Wohlfühloasen unentbehrlich geworden. Besuche in der Sauna sind mehr oder weniger bewusst mit dem Anspruch verbunden, sich vom Alltagsschmutz zu befreien. Genau dazu ist die Saunabürste da.
Sauna-Sanduhr: Mitunter wichtigstes Zubehör in einer Sauna ist die Sauna Sanduhr. Sie besteht aus einem im oberen sowie im unteren Bereich kolbenförmigen Glasröhrchen und zeigt zuverlässig die Zeit beim Saunieren an.
Fußwanne: Eine Fußwanne ist für viele Zwecke geeignet und dient vor allem der Reinigung der Füße.
Aufgusskelle: Eine Aufgusskelle ist ein wichtiges Zubehör für erholsame Saunagänge. In aller Regel sind die Schöpfkellen aus speziellem Laubholz gefertigt.
Saunatuch: Für einen Besuch in der Sauna ist es sinnvoll, dass auch ein passendes und möglichst großes Saunatuch mitgenommen wird. Dieses Tuch kann für verschiedene Aufgaben genutzt werden, z. B. zum Sitzen, Bedecken und Abtrocknen.
Saunakilt für Damen und Herren: Nicht jeder fühlt sich unbekleidet in der Sauna wohl. Der Saunakilt ist für Herren und Damen geeignet und bedeckt alle wichtigen Körperteile.

Worauf ist beim Betrieb der Sauna zu achten?

Ein Saunagang ist gesund, das weiß inzwischen jeder. Doch halt: Wirklich gesund ist er nur, wenn einige Regeln beachtet werden. Schließlich herrschen in der Sauna Temperaturen, die dem Organismus – ganz besonders dem Kreislauf – enorm zusetzen können. Dies gilt besonders für Anfänger oder für Menschen, die durch Krankheiten oder akute körperliche und geistige Ungleichgewichtszustände vorbelastet sind. Doch wie genau sollte ein Anfänger als Saunagänger starten? Und was muss ich beachten, wenn ich mich nach dem Saunagang wieder abkühlen möchte?

Wichtig ist, möglichst langsam zu starten und sich schrittweise der maximal Möglichen Temperatur und Dauer eines Saunagangs zu nähern. Beginnen Sie also mit einer Temperatur von 60-70 Grad und steigern Sie diese von Gang zu Gang. Gleiches gilt für die Zeit des Saunierens. Am Anfang sollten es lediglich 2-3 Minuten sein. Die Zeit kann dann bei jedem Gang um 1-2 Minuten verlängert werden.

Der Sauna-Aufguss

Unter dem Saunaaufguss versteht man ganz allgemein das Aufgießen von Wasser auf die heißen Steine des Saunaofens. Je nach Belieben können dem Wasser Aromastoffe zugesetzt werden, die dann die verschiedensten Wirkungen entfalten können.
Sinn des Aufgusses ist es, die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur zu erhöhen, die durch Verteilen des Dampfes in der Sauna noch verstärkt wird. Entsprechend den Gesetzen der Physik macht sich dieser Effekt beim Saunaaufguss besonders in den oberen Bereichen des Saunaraums bemerkbar, da heißer Wasserdampf immer aufsteigt. Ursache für diese gefühlte Temperatursteigerung ist aber nicht alleine der heiße Dampf sondern vor allem die Unterbrechung des körpereigenen Kühlungsmechanismus, der darin besteht, dass Schweiß abgesondert wird, der bei der Verdunstung einen Kühlungseffekt hervorruft. Dieser Prozess wird beim Saunaaufguss unterbrochen, da die Luft derart feuchtigkeitsgesättigt ist, dass der Verdunstungsprozess nicht mehr funktioniert. Ein paar Minuten nach dem Aufguss hat sich die Luftfeuchtigkeit wieder normalisiert und der Kühlungsprozess funktioniert wieder.

Neben dem Vergnügen, den diese Saunaaufgüsse dem Saunaliebhaber bieten, stellen sie jedoch auch ein nicht geringes Gesundheitsrisiko dar. Die Gefahr von Verbrühungen ist allgegenwärtig, unabhängig von der Anzahl und Frequenz der Aufgüsse. Je nach zugesetzten Aromastoffen können diese bei kurz hintereinander erfolgten Saunaaufguss Intervallen zu Beeinträchtigungen der Atmung führen, da sich deren Konzentration in der Luft erheblich steigert. Halbstündige bis stündliche Saunaaufgüsse sind normalerweise die Regel. Werden diese häufiger vorgenommen, so kann es zu Überhitzungen des Organismus kommen, die einen Kreislaufzusammenbruch zur Folge haben können. Generell sollten Personen, die unter Herz-Kreislaufbeschweren leiden, nicht in die Sauna gehen, da die abrupten Temperatursteigerungen in Verbindung mit einem Saunaaufguss das bereits vorgeschädigte Gefäßsystem weiter erheblich belasten und es dadurch auch zu Gefäßrissen kommen kann.