Bifak
Das Akronym Bifak steht für das Bochumer Institut für angewandte Kommunikationsforschung. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um eine Ausgründung der Ruhr-Universität Bochum aus dem Jahr 1998. Das Institut konzentriert sich auf die Untersuchung von Massenmedien, wobei hier vor allem Kommunikationsstrategien und Funktionsweisen untersucht sowie Wirkungsanalysen erstellt werden. Außerdem werden Einflüsse der interpersonellen Kommunikation auf die Meinungsbildung betrachtet. Die Wissenschaftler des Bifak verwenden dabei sowohl qualitative als auch quantitative Methoden und führen beispielsweise auch neuartige Verfahren wie Online-Befragungen durch. Für Kooperationspartner aus der Wirtschaft werden gegen ein Entgelt Auftragsforschungen durchgeführt. Bis zum Oktober 2005 war das Institut nach ISO 9001-2000 zertifiziert. Geschäftsführer und Gründer des Bochumer Instituts für angewandte Kommunikationsforschung ist der 45-jährige Peter Kruck. Der Medienwissenschaftler ist zudem als Wissenschaftslektor und freier Publizist tätig. Der gelernte Bankkaufmann ist Mitglied im BVM, dem Bundesverband Deutscher Marktforscher.
Beispiele für Untersuchungen des Bifak:
Eine Studie des Bochumer Institut für angewandte Kommunikationsforschung aus dem Jahre 2006 zeigt, dass Unternehmen die Chance, neue Kunden in Web-Diskussionsforen zu gewinnen, oftmals immer noch unterschätzen. Denn immerhin die Hälfte der Diskutierenden suche dort gezielt nach Informationen zu Produkten, wie Fahrräder oder Matratzen bzw. Produktherstellern. Offen für Werbemaßnahmen, die zu den diskutierten Themen passen, seien sogar zwei Drittel der Nutzer.
Die Untersuchung “Wirkung und Erfolgskontrolle von Werbespielen” kommt zu dem Ergebnis, dass Werbespiele, sogenannte Adgames, für werbetreibende Unternehmen ein überaus attraktives Medium sind, da nicht wie sonst, eine Trennung von Medienbotschaft und Werbeinhalt beachtet werden müsse. Vielmehr werde abseits der rechtlichen Regelungen “Product Placement” und Medienbotschaft integriert und die ansonsten vorhandenen negativen Begleiterscheinungen von Werbung vermieden. Das Fazit scheint eine Win-Win-Situation zu bedeuten. Denn Adgames sollen nicht nur die Wirkung für das werbende Unternehmen (Brandingpartner) optimieren, sondern auch das “Werbeleid” für den Mediennutzer minimieren.
In weiteren Analysen wird untersucht was deutsche Fußballfans bei der Weltmeisterschaft wirklich bewegt hat und welche Informationsquellen Autokredit Vergleich Anbieter und Börsianer benutzen und welchen sie vertrauen. Zudem wurden im Rahmen einer Studie verschiedene Gastronomiekonzepte untersucht.